NAS: DNS-323

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein NAS geleistet, das DNS-323 von D-Link. Das Gerät ist schon eine Weile im Handel, aber das ist ja kein Nachteil, denn dadurch sind die Kinderkrankheiten, die alle technischen Geräte haben, bereits durch neue Firmware beseitigt. Außerdem ist es dadurch inzwischen recht günstig – ohne Festplatten habe ich 129,- Euro bezahlt. Damit dürfte auch alle, die ein Barebone für eine günstigere Lösung halten, widerlegt sein. Das günstigste Barebone, dass ich so gefunden habe lag bei 84,- Euro und dort fehlen ja noch CPU und Arbeitsspeicher.

Bestückt habe ich das Gerät mit zwei Samsung-Platten mit je 640 GB, die ich als RAID-1 betreibe. Zum Einbau der Platten muss man lediglich die Frontplatte abnehmen und die Platten in das Gehäuse schieben – es sind keine Schrauben zu lösen. Unter Last verbraucht das DNS-323 ca. 20 Watt, man kann einstellen, dass die Platten nach einer gewissen Zeit der Untätigkeit abgeschaltet werden sollen (dann verbraucht es nur noch ca. 7 Watt). Booten und herunterfahren des NAS dauert etwa eine halbe Minute und ist durch einen einfachen Knopfdruck erledigt.

Die Einrichtung des Gerätes ist simpel, man muss es im Prinzip nur ans Netz anschließen und starten. Anschließend kann man über ein Web-Interface die Platten formatieren und als RAID einrichten (oder auch als JBOD). Das war es im Prinzip auch schon, man kann jetzt über Samba auf das NAS zugreifen und dort Daten ablegen. UPnP-AV- oder DAAP-fähige Geräte im lokalen Netz können jetzt schon die Daten sehen und abspielen. Wer sich ein bisschen mehr mit der Konfiguration beschäftigt, kann auch Nutzer und Gruppen anlegen und diesen unterschiedliche Zugriffsrechte auf Verzeichnisse zuweisen. Auch Quotas sind möglich. So kann zum Beispiel jedes Familienmitglied seinen privaten Speicherplatz zur Datensicherung bekommen und außerdem ein gemeinsames Musikverzeichnis existieren, dessen Inhalt von jedem Audiospieler im Netz abgespielt werden kann.

Am USB-Port kann ein Drucker angehängt werden, der dann über das Netz zur Verfügung steht. Auch zeitgesteuerte Downloads – mit der neusten Firmware auch über Bittorrent – sind möglich. Das spart Energie, wenn statt des Desktop-Rechners nur das NAS läuft und es spart Nerven, wenn die DSL-Leitung nicht durch dicke Downloads verstopft wird.

D-Link bietet ein Forum, in dem sich Nutzer austauschen können. Wer mehr machen will, dem sei das inoffizielle Wiki empfohlen. Hier finden sich Anleitungen, wie man – auf eigene Gefahr natürlich – zusätzliche Software installieren kann oder Änderungen an der Hardware vornimmt. Weil das NAS unter einem Minimallinux läuft, sind den Möglichkeiten hier kaum Grenzen gesetzt.

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