Making Money – 25 Jahre Scheibenwelt

Nach dem schon etwas älteren „Maskerade“, das ich unten vorgestellt habe, lag gleich ein weiteres Scheibenwelt-Buch auf meinem Nachttisch. Es ist „Making Money“, das neuste Werk der mittlerweile 25jährigen Geschichte dieser außergewöhnlichen Welt, die auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte durch’s All schwimmt.

Leider gibt es nur die älteren Bände im schicken schwarzen Äußeren, aber das tut dem Inhalt ja keinen Abbruch. In „Making Money“ wird die Geschichte von Moist van Lipwig fortgesetzt, den wir schon aus „Going Postal“ kennen. (Es ist deshalb auch dringend zu empfehlen, zumindest dieses Buch vorher gelesen zu haben. Andere Scheibenwelt-Bücher schaden nicht, sind aber keine Voraussetzung für das verständnis.) Der ehemalige Trickbetrüger Moist, der als Postmaster General berühmt und von der Stadt geliebt wurde, ist des langweiligen Lebens an der Spitze der Post satt. Doch lange muss er das auch nicht mehr führen, denn Lord Vetinari, der Patrizier von Ankh-Morpork hat eine neue Aufgabe für ihn: Eine Reform des eingestaubten Finanz- und Bankwesens.

Mit dabei sind wieder jede Menge schillernde Gestalten, sowohl alte Bekannte als auch neue Figuren. Auch die Golems spielen wieder eine wichtige Rolle. Moist krempelt die Bank kräftig um, und das nur zum Teil freiwillig. Und schließlich holt die Vergangenheit ihn doch noch ein…

„Making Money“ ist wieder ein spannendes Discworld-Buch, das nebenbei auch erklärt, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert. Der Humor ist, wie in allen späteren Büchern der Reihe, deutlich tiefer gehend als früher und hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor. Gerade auch in Zeiten der Finanzkrise ein lesenswertes und unterhaltsames Buch.

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